Der Verlust eines Enkelkindes gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die eine Familie erleben kann. Besonders Großeltern stehen nach dem Tod eines Enkelkindes häufig vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen ihre eigene Trauer bewältigen und gleichzeitig ihre Kinder sowie weitere Familienmitglieder unterstützen. Um betroffenen Großeltern Raum für Austausch, Trauerbewältigung und neue Perspektiven zu geben, veranstaltet ELISA Familiennachsorge am Samstag, 5. September 2026, den Workshop „Trauern und Tragen zugleich – wenn ein Enkelkind stirbt“ in Ingolstadt.
„Nach dem Tod eines Enkelkindes befinden sich viele Großeltern in einer familiären Ausnahmesituation. Sie erleben ihre eigene Trauer und tragen zugleich Verantwortung für die Familie“, erklärt Nadine Kotzur, Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin bei ELISA Familiennachsorge. Dieser Spagat zwischen Trauern und Unterstützen werde im Alltag oft wenig thematisiert, der Austausch mit anderen Betroffenen werde jedoch als besonders entlastend empfunden.
Auch Simone Haftel, systemische Familientherapeutin bei ELISA Familiennachsorge, sieht einen großen Bedarf an speziellen Angeboten für Großeltern. „Viele Großeltern erleben sowohl ihre eigene Trauer als auch die Trauer ihrer Kinder sehr unmittelbar. Dennoch findet diese besondere Situation häufig wenig Beachtung.“
Der Workshop richtet sich an Großeltern, die den Tod eines Enkelkindes erlebt haben und sich Unterstützung auf ihrem persönlichen Trauerweg wünschen. In einem geschützten Rahmen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit Fragen rund um Trauer, Verlust und familiäre Herausforderungen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Betroffene hilfreiche Ressourcen und Kraftquellen für den Alltag entdecken und stärken können.
Neben fachlichen Impulsen steht insbesondere der Austausch mit anderen Großeltern im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Verständnis zu erfahren und neue Wege im Umgang mit ihrer Trauer zu entwickeln.
Geleitet wird der Workshop von Nadine Kotzur und Simone Haftel. Unterstützt werden sie von Iris Modl, Koordinatorin des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes (AKHD) bei ELISA Familiennachsorge.
Workshop-Informationen auf einen Blick
- Workshop: „Trauern und Tragen zugleich – wenn ein Enkelkind stirbt“
- Zielgruppe: Großeltern nach dem Verlust eines Enkelkindes
- Datum: Samstag, 5. September 2026
- Uhrzeit: 9.30 bis ca. 16.30 Uhr
- Ort: ELISA Familiennachsorge, Fliederstraße 24g, 85049 Ingolstadt
- Teilnahmegebühr: 40 Euro pro Person
- Teilnehmerzahl: maximal 12 Personen
- Anmeldeschluss: 31. Juli 2026
- Anmeldung per E-Mail: trauer@elisa-familiennachsorge.de
Mit dem Workshop erweitert ELISA Familiennachsorge ihr Angebot in der Trauerbegleitung und schafft einen geschützten Raum für Großeltern, die nach dem Verlust eines Enkelkindes Unterstützung, Orientierung und Austausch suchen.







