Ingolstadt. Vom 10. bis 13. Juni 2026 war die Engels-Fackel des Kinder-Lebens-Laufs in der Region 10 unterwegs. Als Symbol für Hoffnung, Verbundenheit und Solidarität machte sie in Ingolstadt, Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg an der Donau Halt. Ziel der bundesweiten Aktion des Bundesverbands Kinderhospiz ist es, auf die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzenden Erkrankungen sowie deren Familien aufmerksam zu machen.

Kinder-Lebens-Lauf stärkt Sichtbarkeit für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern

Der Kinder-Lebens-Lauf ist eine bundesweite Initiative des Bundesverbands Kinderhospiz. Die Engels-Fackel verbindet auf ihrer rund siebenmonatigen Reise mehr als 130 Einrichtungen und Unterstützer in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Dabei macht die Aktion auf die Herausforderungen aufmerksam, mit denen Familien von schwerstkranken und lebensverkürzend erkrankten Kindern täglich leben. Gleichzeitig soll die gesellschaftliche Teilhabe der betroffenen Familien gestärkt und die wichtige Arbeit der Kinderhospizdienste sichtbar gemacht werden.

ELISA Familiennachsorge und Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst engagieren sich für betroffene Familien

Eine zentrale Station der Regionaletappe war die ELISA Familiennachsorge in Ingolstadt. Gemeinsam mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst (AKHD) begleitet ELISA Familien mit schwer, chronisch oder lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen. Die Unterstützung reicht von psychosozialer Begleitung bis hin zur Entlastung im Familienalltag.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst besteht seit 2019 und wird inzwischen von rund 70 ehrenamtlichen Familienbegleiterinnen und Familienbegleitern getragen. Sie stehen betroffenen Familien oft über viele Jahre hinweg zur Seite. Für ELISA Familiennachsorge und den AKHD war die Teilnahme am Kinder-Lebens-Lauf bereits das dritte Jahr in Folge.

„Der Kinder-Lebens-Lauf gibt den Familien, die wir begleiten, Sichtbarkeit. Mit der Engels-Fackel tragen wir ihre Geschichten und Bedürfnisse in die Öffentlichkeit und zeigen: Sie sind Teil unserer Gesellschaft und verdienen Aufmerksamkeit, Unterstützung und Gemeinschaft“, sagt Iris Modl vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst.

Engels-Fackel besucht Ingolstadt, Pfaffenhofen, Eichstätt und Neuburg

Die Engels-Fackel wurde am 10. Juni bei ELISA Familiennachsorge in Ingolstadt empfangen. Begleitet von einem Konvoi aus elf VW-Käfern erfolgte die feierliche Übergabe durch den 11-jährigen Michael an Dr. Florian Wild und Iris Modl vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst.

Am folgenden Tag führte die Reise des Kinder-Lebens-Laufs nach Pfaffenhofen und Eichstätt. Dort wurde die Engels-Fackel unter anderem von Landrat Albert Gürtner sowie Eichstätts Oberbürgermeister Josef Grienberger begrüßt.

Am 12. Juni machte die Fackel Station in Neuburg an der Donau. Landrat Thomas Mack, Oberbürgermeister Gerhard Schoder und weitere Vertreter der Stadt empfingen die Aktion. Anschließend fand gemeinsam mit ELISA-Familien, Unterstützern und zahlreichen ehrenamtlichen Familienbegleitern eine Fahrradtour zum Ingolstädter Rathausplatz statt. Trotz wechselhaften Wetters begleiteten viele Ehrenamtliche die Aktion und trugen die Botschaft des Kinder-Lebens-Laufs sichtbar in die Öffentlichkeit.

Abschluss des Kinder-Lebens-Laufs am Flugplatz Ingolstadt-Manching

Den Abschluss der Regionaletappe bildete der 13. Juni. Rund 20 Vespas, vier VW-Käfer, zwei VW-Busse und eine Ape begleiteten die Engels-Fackel von der ELISA-Geschäftsstelle zum Flugplatz Ingolstadt-Manching. Beteiligt waren die Vespa Freunde IN, die Käfer für Kinder sowie die Vespa HighRollers Neuburg-Schrobenhausen.

Am Flugplatz wurde die Engels-Fackel unter anderem von Manchings Zweitem Bürgermeister Martin Braun verabschiedet. Anschließend trat sie mit den Piloten Sabine und Klaus Rieß ihre Weiterreise nach Ulm auf dem Luftweg an.

Kinderhospizarbeit lebt von Ehrenamt und Solidarität

Die Tage des Kinder-Lebens-Laufs in der Region 10 haben eindrucksvoll gezeigt, wie viele Menschen sich für Familien mit schwerkranken und lebensverkürzend erkrankten Kindern engagieren. ELISA Familiennachsorge und der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst bedanken sich bei allen Beteiligten, Unterstützern und Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung und die gelebte Solidarität.

Die große Resonanz auf die Aktion unterstreicht die Bedeutung der Kinderhospizarbeit und zeigt, wie wichtig gesellschaftliche Aufmerksamkeit für betroffene Familien ist.